12. - 15. April 2018

Eröffnungskonzert

Musikalische Lesung mit Udo Wachtveitl, Chrisitan Gruber und Peter Maklar
Musikalische Lesung mit Udo Wachtveitl Musikalische Lesung mit Udo Wachtveitl, Chrisitan Gruber und Peter Maklar
Foto: Nila Thiel

Donnerstag 12.04.2018

Eine Geschichte der Welt in 9 Gitarren.
Eine Lesung mit Musik.
Von Érik Orsenna und Thierry Arnoult
© der französischen Ausgabe: Editions Fayard, 2004
© der deutschen Ausgabe: C.H.Beck Verlag
Deutsche Übersetzung von Holger Fock und Sabine Müller
Textbearbeitung für die Bühne: Ole Schultheis
Erzähler: Udo Wachtveitl
Musik: Gitarrenduo Gruber & Maklar

Ein junger Mann erbt eine alte, wertvolle Gitarre. Da er das Instrument nicht spielen kann, möchte er es dem Gitarrenbauer zurückgeben. Dieser rät ihm jedoch, Unterricht zu nehmen und die Gitarre beim Schlafen neben sich zu legen. Sie werde sich dann in seine Träume mischen. Und so träumt der junge Mann von berühmten Gitarristen und dem Einfluss der Musik auf die Weltgeschichte. In neun Episoden erzählen Érik Orsenna und Thierry Arnoult in einer poetischen Mischung aus Realität und Fantasie, mit einfühlsamem Witz und großer Kennerschaft, die Geschichte der Gitarrenmusik von den Pharaonen, über die Inka in Peru, die Bemühungen des Sonnenkönigs Ludwig XIV., das Gitarrenspiel zu erlernen, bis zu den modernen Virtuosen Django Reinhardt und Jimi Hendrix.

Udo Wachtveitl ist einer der beliebtesten deutschen Schauspieler, Synchron- und Rundfunksprecher. Bekannt ist er vor allem als „Franz Leitmayr“, Teil des Münchner Ermittlerduos Batic und Leitmayr der ARD-Krimireihe „Tatort“.

Christian Gruber und Peter Maklar sind seit über 30 Jahren engagierte und ide­al­is­tis­che Botschafter der klas­sis­chen Gitarre. Die Weltklasse-Virtuosen verza­ubern nicht nur den inti­men Ken­ner der Sait­en­lit­er­atur, son­dern auch immer wieder die Neulinge der klas­sis­chen Gitar­ren­musik, die zum ersten Mal zwölf Saiten in vol­len­de­ter Har­monie und orches­traler Klangfülle erleben.

Vortrag I

Freitag, 13.04.  17:00 Uhr

Angelika Stockmann

Die Bühne – Lust oder Frust?!

„Zu Hause hat es geklappt!“ Was sagt dieser Satz über die Weise, wie ich mich auf ein Vorspiel vorbereitet habe? Wie kann ich beim Üben die Vorbereitung auf die Bühne mit einbeziehen? Und wie kann aus Bühnenangst Lampenfieber werden?

Der Vortrag der Dispokineterin Angelika Stockmann beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen den mentalen, emotionalen und körperlichen Komponenten einer guten Bühnendisposition.

www.stockmann-dispokinesis.de

Solokonzert

Freitag, 13.04.2018, 20:00 Uhr

Marko Topchii (Ukraine)

Marko Topchii
Marko Topchii

Der ukrainische Ausnahmegitarrist Morko Topchii entstammt einer Musikerfamilie aus Kiew. Mit über 80 Preisen bei internationalen Gitarrenwettbewerben hat sich der 27-jährige in die erste Riege der jüngeren Gitarrengeneration gespielt. 36 erste Preise bei Wettbewerben u.a.  in USA, Mexico, Australien, Japan, China, Taiwan, Südkorea, Indonesien, Deutschland, Schweiz, Frankreich Spanien, Italien, Portugal, Liechtenstein, Polen, Serbien, Bulgarien, Montenegro und der Ukraine untermauern sein außergewöhnliches Talent. Marko Topchii besticht dabei stets durch seine ungehemmte musikalische Ausdruckskraft und sein entfesseltes Spiel.
2014 feierte er sein Debut in der Carnegie Hall, 2016 erschienen zwei CD-Alben bei den Labels „Fleur de Son Classics“ (Buffalo, NY) und “Contrastes Records” (Sevilla, Spanien)

www.topchii.com

Familienkonzert

Samstag, 14.04.2018, 11.00 Uhr

Fakstheater Augsburg - Eine kleine Dickmadam
Fakstheater Augsburg – Eine kleine Dickmadam

Kinder-/Familienkonzert für alle ab 3 Jahren
Fakstheater Augsburg
„Eine kleine Dickmadam“

Mit Karla Andrä (Spiel und Gesang), Harry Alt (Schlagzeug), Josef Holzhauser (Gitarre)  und Uli Fiedler (Kontrabass)

Eine kleine Dickmadam fährt mal mit der Eisenbahn… und was dann kommt, weiß fast jedes Kind: Die Dickmadam lacht, weil die Eisenbahn kracht.

Verschmitzt und gewitzt schlüpft Karla Andrä in die Rolle der kleinen Dickmadam und gemeinsam mit den drei Musikern steigt sie in die schwäbische Eisenbahn ein, die phantasievoll in die weite Welt der Kinderliederdampft. Der instrumentale Einfallsreichtum, mit dem der Reiter hoppt, die nudeldicke Dirn von ihrem spannenlangen Hansel gefoppt wird oder der Bi-Ba-Butzemann durch den Saal tobt, animiert lustvoll zum Mitsingen oder Mitsummen.

Vortrag II

Tilman Hoppstock
Tilman Hoppstock

Samstag, 14.04.2018, 16:00 Uhr

Tilman Hoppstock – Impressionismus auf der Gitarre

Eine faszinierende Kompositionsepoche, die der Gitarre leider nur wenige Werke hinterlassen hat.

Hoppstock beschreibt einige Kompositionsprinzipien, die natürlich sämtlich live auf der Gitarre dargeboten werden. Außerdem stellt er seinen neuen Zyklus “Impressionistic Sketches“ vor, die genau auf den Prinzipen der französischen und englischen Klangsprache dieser Zeit basieren.

Es gibt bedauerlicherweise sehr wenig Gitarrenliteratur aus dem Stil-Genre, das Claude Debussy und Maurice Ravel, aber auch andere bedeutende Impressionisten wie z. B. Henry Duparc (1848-1933), Cyril Scott (1879-1970) und John Ireland (1879-1962) so meisterhaft prägten. Die einzige als wirklich „impressionistisch“ zu bezeichnende Komposition für Gitarre stammt aus der Feder des englischen Komponisten Cyril Scott („Sonatina“ aus dem Jahre 1927). Daneben exisitiert eine Reihe von Tonsetzern, die unter dem Einfluss der französischen Schule immer wieder impressionistische Klangelemente in ihre Gitarrenmusik haben einfließen lassen. Hierzu gehören u. a. Manuel de Falla, Heitor Villa-Lobos, Maurica Ohana, Toru Takemitsu und natürlich Joaquin Turina. In dem Vortrag geht es jedoch weniger darum, einen Querschnitt aus den Werken der oben genannten Komponisten konzertant vorzustellen, als vielmehr typische Kompositionstechniken aufzuzeigen, die eben jene Klangsprache auszeichnet, die wir oftmals mit den Gemälden der französischen Impressionisten assoziieren. Im Zusammenhang mit den jeweils dargestellten Charakteristica, wird Tilman Hoppstock Fragmente aus diverser Gitarrenliteratur live zu Gehör bringen und im Anschluss daran seinen neuen zehnminütigen Zyklus – “12 impressionistic Sketches for Guitar“ – kurz präsentieren und erläutern. Hierin werden viele der zuvor im Vortrag behandelten Klangelemente in unterschiedlichster Weise integrativ verarbeitet.

Jazzkonzert

Philipp Stauber
Philipp Stauber

Samstag, 14.04.2018, 20.00 Uhr

PHILIPP STAUBER QUINTETT

Philipp Stauber (g), Henning Sieverts (b, cello), Till Martin (ts), Bastian Jütte (dr), Jan Eschke (p)

„Jazz“, sagt Philipp Stauber, „das ist die Faszination eines musikalischen Dialoges in „real time“ zwischen gleichberechtigten Partnern. Über einen guten Song. Über die Situation, im Allgemeinen und im Besonderen. Über das Leben. Mit Körper und Seele.“ Besser als der Gitarrist aus der Oberpfalz, der heute im Chiemgau lebt, kann man das Geheimnis dieser Musik kaum beschreiben. Nicht umsonst gilt der 50-Jährige als einer der wenigen im  deutschen Gegenwartsjazz, die ihr Instrument in seiner komplexen musikalischen Vielfalt, aber auch die Stilistik als Ganzes verstehen und beherrschen. Stauber, der noch bei Joe Pass und Howard Roberts, aber auch bei den Wiener Gitarrenlegenden Kosta Lukacs und Karl Ratzer Unterricht bekam, fasziniert die Herausforderung musikalischer Interaktion, das Abenteuer spontaner Begegnung, sowie die Magie, die sich einstellt, wenn der Funke plötzlich überspringt. Mit den Echo-Preisträgern Henning Sieverts und Bastian Jütte, dem großartigen Tenoristen Till Martin sowie dem Klaviervirtuosen Jan Eschke (p) weiß er dafür die idealen Partner an seiner Seite. Für ihr Album „Foolish Hearts“ erhielt die Band unter anderem die Auszeichnung „CD des Jahres 2011“ von Archtop / Germany. Auch in Landsberg erzählen die Fünf musikalische Geschichten mit Herz und Verstand, die jeden berühren und erwärmen. Ein Abend nicht nur für Gitarren-Nerds.

Teilnehmerkonzert

Teilnehmerkonzert 2012

Sonntag, 15.04.2018, 15:00 Uhr

Teilnehmerkonzert

Das Teilnehmerkonzert bietet eine gute Gelegenheit für Groß und Klein, die meist in vielen Übungsstunden zuhause erarbeiteten und in den Kursen verfeinerten Musikstücke vor einem größeren Publikum zu präsentieren. Hier können erste Erfahrungen auf der Bühne gemacht werden und die angehenden Profis können ihre bisher gemachten Auftrittserfahrungen erweitern.

Zusammen mit den Künstlern und Dozenten des Festivals wird das Konzert in angenehmer und ermutigender Atmosphäre in den Workshops intensiv vorbereitet.

Außerdem wird das Ergebnis der Arbeit mit den Arrangements für Gitarrenensemble unter der Leitung von Stefan Schmidt vorgestellt. Dies wird wie gewohnt ein Augen- und Ohrenschmaus. Die Zahl der teilnehmenden Gitarristen und das sich daraus ergebende Klangvolumen sind schon sehr beeindruckend.

Eintritt frei