Kammermusikabend | Programm

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Den ersten Teil des Kammermusikabends gestalten der Gitarrist Tilman Hoppstock, der in Landsberg seit dem Festival 2014 bekannt ist und der Cellist Peter Wolf.

Tilman Hoppstock feierte 2015 sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. Sein Musikstudium als Gitarrist und Cellist begann er im Alter von 16 Jahren und schon direkt nach dem Examen, das er als 20-jähriger ablegte, schlossen sich Konzerte mit ausgedehnten Reisen rund um den Globus mit Auftritten in London, Paris, New York, Montreal, Tokyo, Mexiko City, Singapore und vielen anderen Millionenmetropolen an. Mit 24 Jahren – nach rund 250 Konzerten als Solist und Kammermusiker – legte er eine 10-jährige Pause vom Konzertleben ein und fokussierte seine ganze Energie auf die Arbeit im Plattenstudio. So entstanden viele CD-Produktionen, die 1996 den Grundstein für den Weg zurück auf die Konzertbühne bildeten (inzwischen gibt es rund 30 Tonträger von T. Hoppstock). Die Passion für das Unterrichten hat er sich in all den Jahren bewahrt, sodass die Arbeit mit Studierenden aus allen Teilen der Welt an der Musikakademie einen wichtigen Bestandteil seiner Tätigkeit ausmacht. Die Auseinandersetzung mit der Musik J. S. Bachs und dem Liedschaffen F. Schuberts führte zu international anerkannten Publikationen. Seine drei Bücher über die Lautenwerke Bachs gelten heute als Standardliteratur für Lautenisten und Gitarristen. 2014 promovierte er zum Dr. phil., im Jahr zuvor erhielt er für sein künstlerisches Lebenswerk den Darmstädter Musikpreis.

Im Duo mit Peter Wolf wird es ein kammermusikalisches Konzert auf höchstem Niveau geben.

Peter Wolf, seit 1986 Solocellist beim Radiosinfonieorchester Frankfurt, mit dem er auf weltweite Konzertreisen geht und zahlreiche CDs eingespielt hat, lehrt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Bereits 1979 wurde er Preisträger beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf. Kurz darauf erhielt er eine Stelle im Orchester ORF in Wien und wurde Solocellist am Staatstheater in Darmstadt. Seit 20 Jahren ist er auch als Kammermusiker in verschiedensten Besetzungen unterwegs. Mit dem Alvarez Klavierquartett und den Philharmonischen

 

Den zweiten Teil des Abends gestalten  der bulgarische Gitarrist Atanas Ourkouzounov und die japanische Querflötistin Mie Ogura.

Atanas Ourkouzounov studierte Gitarre, Kammermusik und Improvisation am Konservatorium in Paris. Er hat über 80 Werke für Gitarre komponiert und für viele davon renommierte internationale Preise gewonnen. Er konzertiert als Solist weltweit, hält Meisterkurse  und lehrt am Konservatorium „Maurice Ravel“ in Paris.

Mie Ougura studierte an der Takamatsu Musikhochschule in Japan und erhielt den 1. Preis des nationalen Flötenwettbewerbs in Osaka. In Paris studierte sie zusätzlich Barockflöte, Jazzimprovisation und indische Musik. Mie Ougura konzertiert als Solistin und Kammermusikerin mit verschiedenen Ensembles und Orchestern und ist Professorin am Konservatorium „Jacques Ibert“ in Paris.

Beide Künstler sind dem Landsberger Publikum seit dem Gitarrenfestival 2010 ein Begriff. Es dauert nur wenige Minuten, um die Begegnung mit einer völlig neuen musikalischen Welt wahrzunehmen, ungläubig zunächst und dann fasziniert und berührt von der niemals zuvor gehörten Andersartigkeit des bislang Vertrauten und der Intensität des Spiels.

Schon damals wurde klar, dass es sich um völlig neue musikalische Welten handelt. Hier trifft die Liebe zur Jazzmusik und die Freude an der Improvisation auf ungebremste Experimentierfreudigkeit. Perkussive Flötenklänge und hämmernde Gitarrentöne beeindrucken ebenso wie geheimnisvoll verzaubernde Poesie. Das Publikum wird auf eine musikalische Reise durch verschiedene Länder und Musikstile von Bartok bis Ourkouzounov mitgenommen. Faszinierende Eigenkompositionen aber auch meisterhafte Bearbeitungen so bekannter Klassiker wie „Eleanor Rigby“ von den Beatles versprechen ein ganz besonderes Hörerlebnis.

Dieses außergewöhnliche Duo ist eine Bereicherung für alle Liebhaber kammermusikalischer Kostbarkeiten.