Vortrag II

Tilman Hoppstock
Tilman Hoppstock

Samstag, 14.04.2018, 16:00 Uhr

Tilman Hoppstock – Impressionismus auf der Gitarre

Eine faszinierende Kompositionsepoche, die der Gitarre leider nur wenige Werke hinterlassen hat.

Hoppstock beschreibt einige Kompositionsprinzipien, die natürlich sämtlich live auf der Gitarre dargeboten werden. Außerdem stellt er seinen neuen Zyklus “Impressionistic Sketches“ vor, die genau auf den Prinzipen der französischen und englischen Klangsprache dieser Zeit basieren.

Es gibt bedauerlicherweise sehr wenig Gitarrenliteratur aus dem Stil-Genre, das Claude Debussy und Maurice Ravel, aber auch andere bedeutende Impressionisten wie z. B. Henry Duparc (1848-1933), Cyril Scott (1879-1970) und John Ireland (1879-1962) so meisterhaft prägten. Die einzige als wirklich „impressionistisch“ zu bezeichnende Komposition für Gitarre stammt aus der Feder des englischen Komponisten Cyril Scott („Sonatina“ aus dem Jahre 1927). Daneben exisitiert eine Reihe von Tonsetzern, die unter dem Einfluss der französischen Schule immer wieder impressionistische Klangelemente in ihre Gitarrenmusik haben einfließen lassen. Hierzu gehören u. a. Manuel de Falla, Heitor Villa-Lobos, Maurica Ohana, Toru Takemitsu und natürlich Joaquin Turina. In dem Vortrag geht es jedoch weniger darum, einen Querschnitt aus den Werken der oben genannten Komponisten konzertant vorzustellen, als vielmehr typische Kompositionstechniken aufzuzeigen, die eben jene Klangsprache auszeichnet, die wir oftmals mit den Gemälden der französischen Impressionisten assoziieren. Im Zusammenhang mit den jeweils dargestellten Charakteristica, wird Tilman Hoppstock Fragmente aus diverser Gitarrenliteratur live zu Gehör bringen und im Anschluss daran seinen neuen zehnminütigen Zyklus – “12 impressionistic Sketches for Guitar“ – kurz präsentieren und erläutern. Hierin werden viele der zuvor im Vortrag behandelten Klangelemente in unterschiedlichster Weise integrativ verarbeitet.